Ursprünglich kommt die Heidelbeere vor allem in den Kiefern- und Fichtenwäldern
sowie in Hochmooren und Heiden Eurasiens und Nordamerika vor. Sie ist eine
typische Wildfrucht, bis man vor etwa 100 Jahren in Nordamerika begann, wildwachsende
Heidelbeersträucher zu kultivieren.
Die Kulturheidelbeere stammt von den amerikanischen ,,Blueberries“ ab,
die fast murmelgroß und säurearm sind.
Heidelbeeren werden in Kulturen angebaut. Die Hauptanbaugebiete sind die Lüneburger
Heide, Brandenburg sowie Gebiete Süddeutschland und Mittelbaden.
Auf unsere Plantage wurden Heidelbeersträucher aus Nordamerika und Neuseeland
angepflanzt.
Unsere Heidelbeersorten
Reka
Herkunft: Neuseeland
Fruchteigenschaften: mittelgroß, kräftig blau, fest, sehr aromatisch
Besonderheiten: bedeutet in der Sprache der neuseeländischen Ureinwohner
,,blau“
Duke
Herkunft: USA
Fruchteigenschaften: mittelgroß, fest, hellblau, sehr haltbare Fruchtqualität
Besonderheiten: späte Blüte
Puru
Herkunft: Neuseeland
Fruchteigenschaften: groß, leuchtend hellblaue Früchte, sehr guter
Geschmack
Besonderheiten: sehr attraktiv aufgrund der großen, hellen Früchte
bedeutet in der Sprache der neuseeländischen Ureinwohner ,,hell“
Toro
Herkunft: USA
Fruchteigenschaften: groß, von schöner hellblauer Farbe, guter
Geschmack
Besonderheiten: kompakte Abreife, nur zwei Erntedurchgänge erforderlich
Bluecrop
Herkunft: USA
Fruchteigenschaften: mittelgroß, hellblau bereifte Beeren, fest, sehr
guter Geschmack
Besonderheiten: sehr robust, sehr ertragssicher auf unterschiedlichen Standorten
Heidelbeeren sind sehr gesund. Schon die Äbtissin Hildegard von Bingen
hat im Mittelalter die heilende Wirkung der blauen Beeren beschrieben. Die
Beeren enthalten leicht lösliche Kohlenhydrate und verschiedene erfrischende
Fruchtsäuren.
Das ausgewogene Zucker-Säure-Verhältnis sorgt dafür, dass
die Früchte gut schmecken. Neben verschiedenen Vitaminen und Mineralstoffe
machen vor allem die
Flavonide als natürlicher blauer Farbstoff Heidelbeeren so gesund. Flavonide
sollen im menschlichen Organismus gegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie
gegen Infektionen durch Bakterien und Viren wirken und zur Abwehr von Krebserkrankungen
beitragen. Heidelbeeren haben einen besonders hohen Gehalt an Pektinen. Sie
sind deshalb magenfreundlich und verdauungsregulierend.
Kulturheidelbeeren haben eine feste blaue Schale und deshalb unempfindlich.
Sie lassen sich bis zu einer Woche problemlos im Kühlschrank aufbewahren.
Am leckersten sind Heidelbeeren natürlich von eigener Hand frisch von
der Plantage gepflückt. Sie schmecken etwas gezuckert und mit Milch oder
Sahne schon köstlich. Heidelbeeren lassen sich aber auch zu süßen
Gerichten verarbeiten: Obstsalat, Pfannkuchen, Quarkspeisen, Torten, Kompott,
Kaltschalen, zu Gelee und Konfitüre.
Heidelbeer-Kaltschale: Der gesunde Sommersnack
(für zwei Personen)
Zutaten:
200 g Heidelbeeren
400 g Naturjoghurt
50 g Zucker
Saft einer halben Zitrone
Zubereitung:
Heidelbeeren vorsichtig waschen. Die Früchte mit dem Naturjoghurt , mit
Zucker und dem Zitronensaft pürieren und gegebenenfalls kühl stellen.
Nach Belieben mit einigen Heidelbeeren und wenig flüssiger Sahne garnieren.
Bei Verwendung von Joghurt mit 3,5 Prozent Fett ist etwas weniger Zucker erforderlich.
Alternativ zum Pürieren können die Heidelbeeren auch mit einer Gabel
zerdrückt oder durch ein Sieb gestrichen werden.
,,Versteckte Heidelbeeren“
(für vier Personen)
Zutaten:
125 ml Sahne
250 g Quark
30 g Zucker
600 g Heidelbeeren
1 Päckchen Vanillezucker
Saft einer halben Zitrone
Zubereitung:
Die Schlagsahne steifschlagen. Den Quark mit Zucker, Vanillezucker und dem
Zitronensaft glattrühren. Etwas Sahne zum Garnieren zurücklassen.
Übrige Sahne unter den Quark ziehen und auf 4 Schalen verteilen. Darauf
je 150 g Heidelbeeren geben, restliche Sahne aufspritzen und mit je einem
EL Eierlikör begießen.
